Nachdem ich nun fast drei Jahre Openfire, einen Jabber/XMPP-Server von Jive Software installiert hatte, bin ich heute endgültig auf ejabberd umgestiegen. Ursprünglich hatte ich mich für Wildfire (Vorgängerversion von Openfire) entschieden, da ich noch einen Windows-Server zur Verfügung hatte, ein Umstieg auf Linux aber unmittelbar bevor stand und ich etwas suchte, was auf beiden Systemen läuft. Der größte Vorteil, die “Plattformunabhängigkeit” (hier realisiert durch Java), entwickelte sich leider auch zum größten Nachteil. Java verbrauchte bei mir überverhältnismäßig viel Resourcen und brachte zu ejabberd, der in Erlang entwickelt wurde, keine Vorteile.
Die Basisinstallation war bei mir innerhalb weniger Minuten erfolgreich abgeschlossen. Dank meines Debian-Systems konnte ich vorgefertigte Pakete nutzen, wobei ich ein inoffizielles Debian APT repository in meine sources.list eingebunden habe:
Folgende Zeilen in /etc/apt/sources.list einfügen:
deb http://sgolovan.jabber.ru/debian/ etch main deb-src http://sgolovan.jabber.ru/debian/ etch main
Danach diese Befehle ausführen:
apt-get install erlang apt-get install ejabberd
Nun sollte der Server unter /etc/init.d/ejabberd zu finden sein und eigentlich auch schon laufen. Die Konfigurationsdatei des Programms findet sich in /etc/ejabberd/ejabberd.cfg – bevor man aber anfängt wild Veränderungen vor zu nehmen, sollte man einen Blick ins “Installation and Operation Guide” der Softwarewerfen, das sehr verständlich geschrieben ist. Es empfiehlt sich auch ein bisschen Zeit in die Verschlüsslung der Datenverbindungen (Client-to-Server und Server-to-Server) zu investieren, denn man möchte ja nicht, dass private Nachrichten mitgelesen werden können.
Wer möchte, erreicht mich unter bjoern@jabber.reinig-it.de (nein, das ist keine Email-Adresse
)



